Trudi Canavan: Magician’s Guild

January 30th, 2010

Klappentext

Each year the magicians of Imardin gather to purge the city streets of beggards, urchins and miscreants. Masters of the disciplines of magic, they know that no one can oppose them. But their protective shield is not as impenetrable as they believe.
As the mob is herded from the city, Sonea, a young street girl, furious at the authorities’ treatment of her family and friends, hurls a stone at the shield, putting all of her rage behind it. To the amazement of all who watch, there is a flash of blue light and the stone passes straight through the barrier and cracks a magician on the temple, rendering him unconscious.
After five hundred years of order, the guild’s worst fear has been realised – an untrained magician loose on the streets. She must be found, and quickly, before her uncontrolled powers unleash forces that will destroy both her, and the city that is her home.

Autor

Trudi Canavan lives in a little house on a hillside, near a forest, in the Melbourne suburb of Ferntree Gully. She has been making up stories about things that don’t exist for as long as she can remember, and was amazed when her first published story received an Aurealis Award for Best Fantasy Short Story in 1999. A freelance illustrator and designer, she also works as the designer and Art Director of Aurealis, a magazine of Australian Fantasy and Science Fiction.
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Anfang

Sonea ist selbst so erschrocken über ihre Tat und darüber, dass sie offensichtlich Magie wirken kann, dass sie sich bei ihrem besten Freund Cery versteckt. Für die beiden ist klar: Wenn die Gilde Sonea findet, werden die Magier sie töten, um ihren Hoheitsanspruch nicht in Gefahr bringen zu lassen. Also suchen die beiden verzweifelt Wege, Sonea so gut wie möglich zu verstecken und zu schützen, und müssen dabei einiges wagen.
Währenddessen werden die Magier immer unruhiger. Sie ahnen, dass Sonea besonders begabt ist – schließlich hat sich ihre magische Fähigkeit spontan und ohne Training gezeigt – und wissen, dass Sonea ihre Kräfte auf Dauer nicht kontrollieren können und in einem Ausbruch der Magie alles um sich vernichten wird, möglicherweise sogar die ganze Stadt. Daher setzen sie alles daran, das Mädchen so schnell wie möglich zu finden.

Die Welt

Imardin ist die Hauptstadt des Königreichs Kyralia, das im Norden durch Gebirge und in den anderen Himmelsrichtungen durch das Meer begrenzt wird. So ist das Land recht sicher gelegen, dementsprechend herrscht seit einiger Zeit Friede mit den Nachbarländern Elyne und Sachaka. In Imardin ist die Gilde der Magier beheimatet, die ein ganzes Viertel ihr Eigen nennen und hinter Mauern und verschlossenen Toren ihren Nachwuchs ausbilden, leben und forschen. Einige Magier sind im Land verteilt, bewachen Grenzen oder arbeiten als Heiler, doch die allermeisten verschließen sich vor der Umwelt. Die Gilde untersteht dem direkten Befehl der Königs, der sich der Macht, die er in Händen hält, wohl bewusst ist. Dieses Machtgefüge ist seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten stabil und unangetastet geblieben – nicht zu jedermanns Zufriedenheit.

Verlauf

Cery stellt schnell fest, dass er alleine Sonea nicht auf Dauer helfen kann. Daher bringt er sie zu einem der großen Diebe, für den er arbeitet. Dieser ist hocherfreut und verspricht, Sonea zu verstecken und zu beschützen – wenn sie ihre Magie in seine Dienste stellt. Sonea ist nicht begeistert, stimmt in ihrer Verzweiflung aber zu. So sind die nächsten Monate von ständigen Umzügen und gescheiterten magischen Versuchen geprägt. Sonea schafft es nicht, ihre Gabe zu steuern, und immer öfter bricht die Magie auf zerstörerische Weise aus. Sie beginnt zu ahnen, dass sie ohne Hilfe keine Chance hat, der Kraft Herr zu werden, die in ihr wächst.
Die Magier spüren, dass Soneas Kraft stärker wird, ihre Kontrolle aber schwindet. So versuchen sie immer verzweifelter, das Mädchen ausfindig zu machen, und lassen sich sogar mit Imardins Unterwelt ein.

Meinung

The Magicians’ Guild ist der erste Teil einer Trilogie und ist als solcher auch geschrieben. Das ganze Buch steht unter dem Zeichen, die Charaktere zugunsten späterer, flotterer Entwicklung der Geschichte sorgfältig einzuführen. Das gelingt auch gut, hinterlässt aber das Gefühl, nurmehr einen Prolog gelesen zu haben.
Zusammen mit den weiteren Bänden (The Novice, The High Lord) ergibt sich eine durchaus vergnügliche Geschichte, die mit netten Ideen, teilweise tiefgründigen Charakteren und einigen Verzwickungen aufwarten kann. Leider stören einige Unstimmigkeiten und offensichtliche Geheimnisse das Bild.
Die Trilogie ist Canavans Erstlingswerk, und wirkt als solches an manchen Stellen etwas unausgereift. Dennoch war das Lesevergnügen groß und kurzweilig genug, um die Bücher guten Gewissens weiterempfehlen zu können.

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