John Katzenbach: The Analyst
Klappentext
‘Happy fifty-third birthday, Doctor. Welcome to the first day of your death. You ruined my life. And now I fully intend to ruin yours.’
Until the moment he reads those words, New York psychoanalyst Dr Frederick Starks has led a quiet and, so he believes, blameless life. But with them and the accompanying letter, his world is thrown into chaos. Suddenly, he is plunged into a dizzying battle of wits designed by a man who calls himself Rumplestiltskin.
The rules: within two weeks Starks must guess his tormentor’s identity and the source of his fury. If he succeeds, he gets his life back. But if he fails, Rumplestiltskin will one by one destroy fifty-two of Dr Starks’ loved ones – friends, relatives, children – unless the good doctor agrees to kill himself.
As the days tick by and the layers of Starks’ carefully constructed life are stripped from him, he quickly finds himself a powerless pawn in a psychopath’s deadly game of vengeance.
Autor
John Katzenbach (* 1950) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er war außerdem Gerichtsreporter für The Miami Herald und The Miami News und schrieb für Herald’s Topic.
[Offizielle Homepage]
Anfang
Dr. Starks ist Psychoanalytiker in New York City. Er lebt allein und nur für seine Arbeit. Starks pflegt die Gewohnheit, an seinem Geburtstag in den Sommerurlaub zu fahren. Doch nicht in diesem Jahr, denn er wird von einem Psychopathen vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe gestellt. Scheitert er, muss er sich selbst umbringen, oder seine Verwandten werden leiden.
Verlauf
Während Starks zunächst versucht, in seiner vertrauten Denkweise an das Problem heranzugehen, also Rumplestiltskin und das Problem zu analysieren und systematisch nach gescheiterten Fällen in seiner Laufbahn sucht, wird sein Leben auf den Kopf gestellt. Weder sein berufliches Prestige und seine Bankkonten, noch seine Wohnung und Vergangenheit sind vor dem Irren sicher.
Gerade als Starks beginnt zu verzweifeln, taucht eine Botin von Rumplestiltskin auf: eine attraktive junge Frau, die sich Virgil nennt. Sie erinnert Starks daran, dass er auch Stärken hat und er Rumplestiltskin über eine Zeitung drei Fragen stellen darf – der Spielmeister möchte es nicht zu leicht haben.
Doch je tiefer Starks in seine Vergangenheit vordringt, sich selbst analysiert und reflektiert, desto mehr wird ihm klar, wie perfide das Spiel gestrickt ist. Überall, wo er hinkommt, scheint Rumplestiltskin schon gewesen zu sein, nirgends ist er sicher. Nur langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass er nicht gewinnen kann. Das Spiel ist nicht fair, sondern so gestaltet, dass Starks zerstört wird und dabei möglichst viel leidet. Er muss verlieren, um gewinnen zu können.
Meinung
The Analyst ist ein ganz starker Thriller. Wer den Film The Game schon mal gesehen hat, bekommt eine ungefähre Vorstellung von der Stimmung im Buch – nur ist The Analyst noch besser.
Das Buch ist psychologische Schwerkost. Starks Selbstbild und Lebensbild, das er in jahrelanger Arbeit um sich errichtet hat, wird rückstandslos vernichtet. Er muss sich ändern – denn das Spiel ist so auf ihn zugeschnitten, dass der alte Starks nicht gewinnen kann.
Unaufhaltsam treibt Starks auf den Untergang zu – und der kommt schon zur Hälfte des Buches. Ich war sehr verwirrt, aber bald wurde klar, was Sache ist. Ich will hier niemandem die Spannung nehmen, aber so viel will ich sagen: Rumplestiltskin mag intelligent und rücksichtslos sein, aber omnipotent ist er nicht.
Ich habe The Analyst verschlungen. Die aufgebaute Spannung ist so groß, dass es zeitweise kaum auszuhalten war, die Verschwörung nimmt immer größere Ausmaße an, die Ohnmacht Starks’ pflanzt sich im Leser sein. Ein gewaltiger Knoten wird gewickelt – aber dann auch wieder gelöst. Starks’ und der Leser können auf einmal wieder atmen und denken. Diese Wirkung über das Papier hinaus macht den Thriller ganz stark.