Christopher Moore: Die Bibel nach Biff

January 30th, 2010

Klappentext

Im Buch der Bücher fehlen einige Kapitel: Grund genug, einen Mann namens Levi bar Alphaeus, kurz Biff, aus seinem nun schon fast 2000 Jahre währenden Todessschlaf zu wecken. Unter den wachsamen Augen von Engel Raziel soll Biff alles über die turbulente Jugend von Josua, auch unter dem Namen Jesus H. Christus bekannt, berichten. Denn Biff ist der einzige glaubwürdige Zeuge dieser Zeit. Er stand dem jungen Messias schon zur Seite, als dieser noch versuchte, vertrocknete Eidechsen zum Leben zu erwecken…

Autor

Christopher Moore (* 1957 in Toledo, Ohio) ist ein amerikanischer Schriftsteller. Er schreibt absurde Fiktion. Er wuchs in Mansfield, OH auf und besuchte die Ohio State University und das Brooks Institute of Photography in Santa Barbara, CA.
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Anfang

Biff, der beste Freund von Jesus, wird von Raziel wiedererweckt, um ein neues Evangelium zu schreiben. Als Biff heimlich die herkömmliche Bibel liest, versteht er, warum, und macht sich voller Eifer ans Werk.
Die Erzählung von Jesus beginnt dann nach dessen Rückkehr aus Ägypten. Biff und Josua werden beste Freunde, beide verehren Maggie, Biff außerdem Josuas Mutter, und gemeinsam werden sie vor die Aufgabe gestellt, erwachsen zu werden.

Verlauf

Josua weiß natürlich, dass er der Sohn Gottes ist, und kein Zimmermann werden kann. Also beginnen er und Biff die Lehre bei Biffs Vater, der Steinmetz ist. Nachdem sie eine römische Statue beschnitten haben und Josua einen von einem Zeloten vor ihren Augen getöteten Römer bei dessen Beerdigung wandeln lässt, entscheidet sich Josua, mehr über sich herauszufinden. Dazu möchte er die drei Weisen aufsuchen, die ihn nach seiner Geburt besucht hatten – und über deren Aufenthaltsort weiß er nicht viel mehr als die grobe Himmelsrichtung.
Also machen sie die zwei Freunde auf ihre jahrelange Reise durch die Welt, auf der Josua zum Messias reift.

Meinung

Dieses Buch ist nur klasse. Der Fokus liegt eindeutig auf der jahrzehntelangen Lücke unseres Wissens über Jesus, und das wird mit allerlei intelligent sortierten Inhalten gefüllt. Parallelen zwischen Jesu Lehre und fernöstlichen Religionen werden genauso erklärt wie einige bahnbrechende Erfindungen, die Biff nebenbei macht. Dabei ist Biff so unbeschwert und unbeeindruckt von seinem heiligen Freund, dass die Ehrlichkeit ihm gegenüber zum Brüllen komisch ist.
Moore bringt es fertig, in sein Konzept der Geschichte alle “bekannten” Szenen logisch einzubetten, was umso lustiger wird, je mehr Bibelkenntnis man selbst hat. Johannes der Täufer, die Jünger, Maria Magdalena, alle tauchen sie auf, mit ihrer eigenen Geschichte und Charaktereigenschaften, die das ausschmücken, was die Bibel hergibt.
Moore schreibt so locker leicht, dass die Seiten mühelos unter einem wegblättern. Dabei muss man acht geben, noch zu Atem zu kommen, denn es vergeht selten eine Seite ohne mehrere gute Gags.
Das Buch ist jedem zu empfehlen, der eine gewisse Grundkenntnis des neuen Testaments hat, denn man kommt aus dem Lachen kaum noch heraus.

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